Typische Beschwerden
Trüber sehen, stärker geblendet sein.
Nachlassende Sehschärfe, reduziertes Kontrastsehen, stärkere Blendempfindlichkeit oder ein milchiger Seheindruck können zu einem Nachstar passen.
Nachstar · Nd:YAG-Laser
Eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel kann Monate oder Jahre nach einer Kataraktoperation die Sehqualität erneut beeinträchtigen. Nach sorgfältiger Diagnose kann sie in unserer Praxis mit dem YAG-Laser behandelt werden.
Gründliche Indikationsprüfung · Behandlung in der Praxis · Reguläre Kassenleistung
Vor der Behandlung

Nach YAG-Kapsulotomie

Nachstar verstehen
Bei der Kataraktoperation bleibt die natürliche Linsenkapsel als Halterung für die Kunstlinse im Auge. Zellen können diese Kapsel im weiteren Verlauf eintrüben. Dadurch wird das Licht erneut gestreut und das Sehen kann wieder wie durch einen Schleier wirken.
Typische Beschwerden
Nachlassende Sehschärfe, reduziertes Kontrastsehen, stärkere Blendempfindlichkeit oder ein milchiger Seheindruck können zu einem Nachstar passen.
Wichtige Abgrenzung
Auch Veränderungen an Makula, Netzhaut, Hornhaut oder Sehnerv können das Sehen nach einer Kataraktoperation beeinträchtigen. Deshalb steht vor jeder Laserbehandlung eine vollständige augenärztliche Beurteilung.
Diagnostik & Behandlung
Eine Laserbehandlung ist nur sinnvoll, wenn die Kapseltrübung die Beschwerden erklärt. Deshalb werden Sehfunktion, Kapsel, Kunstlinse und – abhängig von der Fragestellung – auch Makula und Netzhaut beurteilt.
Sehschärfe und Spaltlampenbefund zeigen, ob ein Nachstar vorliegt; weitere Augenstrukturen werden bei Bedarf einbezogen.
Beschwerden, Sehfunktion und vollständiger Augenbefund entscheiden gemeinsam über den Behandlungszeitpunkt.
Kurze Laserimpulse eröffnen die getrübte Kapsel zentral, damit das Licht wieder ungehindert zur Netzhaut gelangt.
Notwendige Tropfen oder Kontrollen werden abhängig von Augenbefund und individuellem Risiko festgelegt.
Nd:YAG-Kapsulotomie
Der Laser erzeugt eine zentrale Öffnung in der getrübten hinteren Linsenkapsel. Die Kunstlinse bleibt dabei im Auge. Ziel ist, die optische Achse wieder freizugeben.
Die Behandlung dauert meist nur kurz. Eine Verbesserung kann rasch bemerkbar sein; wie gut das Sehen danach wird, hängt jedoch auch von Makula, Netzhaut, Sehnerv und weiteren Augenbefunden ab.
Auch eine bewährte Laserbehandlung ist nicht frei von Risiken. Mögliche Nebenwirkungen und seltene Komplikationen werden vor der Behandlung individuell aufgeklärt.
Nach der Behandlung
Was nach dem Laser konkret erforderlich ist, richtet sich nach dem Befund und den individuellen Risiken.
Wenn die Pupille erweitert wurde oder das Sehen noch beeinträchtigt ist, dürfen Sie nicht selbst am Straßenverkehr teilnehmen. Lassen Sie sich im Zweifel begleiten.
Ob entzündungshemmende oder drucksenkende Tropfen beziehungsweise eine Kontrolle notwendig sind, wird individuell festgelegt.
Kleine bewegliche Trübungen können nach der Behandlung zunächst wahrgenommen werden und sich im Verlauf vermindern.
Bei deutlicher Sehverschlechterung, starken Schmerzen, Lichtblitzen, vielen neuen schwarzen Punkten oder einem Schatten im Gesichtsfeld ist eine rasche augenärztliche Abklärung erforderlich.
Versicherungsweg
Die YAG-Laserbehandlung eines medizinisch relevanten Nachstars ist Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch privat Versicherte werden entsprechend ihrem Tarif und der GOÄ abgerechnet.
Häufige Fragen
Eine Kapseltrübung kann Monate oder auch Jahre nach der Operation auftreten. Der Zeitpunkt ist individuell sehr unterschiedlich.
In der Regel nicht. Beim Nachstar trübt sich die körpereigene hintere Linsenkapsel hinter der Kunstlinse.
Das hängt vom gesamten Augenbefund ab. Erkrankungen von Makula, Netzhaut, Sehnerv oder Hornhaut können das erreichbare Sehvermögen begrenzen.
Wenn die Pupille erweitert wurde oder das Sehen noch beeinträchtigt ist, dürfen Sie nicht selbst fahren. Planen Sie deshalb vorsichtshalber eine Begleitung ein.
Ihr nächster Schritt
Wenn das Sehen nach einer Kataraktoperation wieder nachgelassen hat, vereinbaren Sie einen regulären augenärztlichen Termin zur Ursachenklärung.